Birgit Ertl-Wagner – Padiatrische Neuroradiologie (Немецкий язык)
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Автор: Birgit Ertl-Wagner
Название книги: Padiatrische Neuroradiologie
Формат: PDF
Жанр: Медицина
Страницы: 399
Качество: Изначально компьютерное, E-book
Ohne komplizierte Technikdetails, didaktisch klar und mit vielen Lernhilfen bietet Ihnen der Leitfaden praxisbezogene Entscheidungshilfen für eine präzise Diagnostik. Ein Werk, mit dem Einsteiger leicht lernen und Erfahrene schnell diagnostische Fragestellungen klären.
Описание
Wenn mich eine ehemalige Mitarbeiterin nach weniger als zwei Jahren Tätigkeit in
meiner Abteilung und nunmehr schon über acht Jahren Tätigkeit andernorts um ein
Geleitwort zu ihrem opus magnum bittet und es damit begründet, ich sei ja schließlich
ihr erster akademischer Lehrer gewesen, freut mich das über alle Maßen. Ich
nehme die Bitte nämlich als Indiz dafür, dass ich während meiner Zeit als Leiter der
Heidelberger Neuroradiologie im Umgang mit jungen Menschen womöglich doch
etwas richtig gemacht habe. Knapp vor dem Ende meiner Universitätslaufbahn lindert
es sogar ein wenig den Abschiedsschmerz, denn zunehmend frage ich mich, was
von der eigenen beruflichen Tätigkeit – höher trabend ausgedrückt, dem Lebenswerk
– übrig bleibt. In guter Erinnerung geblieben zu sein (also vielleicht auch weiter
zu bleiben), erscheint mir da als etwas sehr Schönes. Vielleicht ist es das Beste,
was einem widerfahren kann.
Gute Erinnerungen können auf vielfältigeWeise entstehen. In der klinischen Radiologie,
zumal der akademischen, erwirbt man/frau sich „einen Namen“ primär
durch hohe Sachkenntnis und deren Weitergabe an Andere. Ob die Weitergabe von
Wissen und Erfahrung mündlich erfolgt (individuell bzw. in Kursen) oder schriftlich
(per Buch bzw. Veröffentlichung in Zeitschriften) ist dabei eigentlich unerheblich.
Entscheidend ist, dass es mit Sorgfalt und Enthusiasmus geschieht.
Birgit Ertl-Wagner hat sich diesmal, nach Kompetenzbeweisen in Vorträgen und
Einzelpublikationen, das Buch alsMedium ausgesucht und dabei im deutschsprachigen
Raum mit großer Sorgfalt und hohem Enthusiasmus etwas geschaffen, das alle
Chancen hat, ein Standardwerk zu werden. Unterstützt wurde sie dabei in einemKapitel
von Stefan Hähnel, einem Noch-Heidelberger.
Während es im angelsächsischen Sprachraum zur Pädiatrischen Neuroradiologie
gleich mehrere Bücher gibt, herausragend darunter „den Barkovich“, fehlte bis jetzt
ein deutschsprachiges Buch gleicher Zielsetzung. Dass sich eine Frau der Thematik
angenommen hat, ist so bemerkenswert wie natürlich.
Was die Autorin, habilitierte Oberärztin an der Radiologischen Klinik der Ludwig-
Maximilian-Universität in München, zustande gebracht hat, ist nichts weniger
als eine umfassende, kenntnisreiche Abhandlung der Radiologie neurologischer und
neurochirurgischer Krankheiten von Gehirn und Rückenmark bei Kindern – vom
Neugeborenen bis zum Adoleszenten. Bekanntlich sind Kinder keine kleinen Erwachsenen,
und das gilt erst recht bei medizinischer Betrachtung: Das Spektrumder
Krankheiten, auch derjenigen des Zentralnervensystems und seiner Hüllen, unterscheidet
sich bei Kindern in vielenAspekten von dembei Erwachsenen. Zudemmanifestieren
sich Krankheiten, die bei Kindern wie bei Erwachsenen vorkommen, in
ersterer Altersgruppe häufig anders. Hinzu kommen die vielfältigen methodischen
Besonderheiten, die bei der neuroradiologischen Untersuchung von Kindern zu berücksichtigen
sind, von der Lagerung über die Sedierung bis hin zur Anatomie und
Physiologie.
Auf bewundernswerte Weise, nämlich praktisch im Alleingang, hat Birgit Ertl-
Wagner ein außerordentlich „dichtes“ Buch geschaffen: eines mit klarer Binnenstruktur
(und lerntechnisch hilfreichem Layout), hoher Instruktivität und viel Gehalt.
Der Text wirkt homogen und liest sich so angenehm, dass man/frau vermutlich noch dann Lust haben wird, nachzulesen oder gar zu „studieren“, wenn schon ein
Arbeitstag hinter einem liegt und die Konzentration nicht mehr da ist, wo sie morgens
war.
Welche Arbeit und Mühe es gekostet hat, das aktuelle pädiatrisch-neuroradiologische
Wissen derart kompakt zusammen zu bringen, noch dazu in didaktisch so
wirksamer Form,wird nur ermessen können,wer sich selbst schon einmal der Produktion
eines derart umfangreichen Buchwerks unterzogen hat.
Wie es nach Veröffentlichung eines jeden Lehrbuch vorkommt, und zwar nicht
nur bei der ersten, besonders kritisch beäugten Auflage, werden die Autorin selbst
wie ihre (vermutlich zahlreichen) Leser Ergänzungs- und Verbesserungswürdiges
finden; man/frau wird sich noch dieses oder jenes wünschen. Das ist natürlich, tut
der Sache keinen Abbruch und kann leicht in weiteren Auflagen berücksichtigt werden.
Dass dieses Buch mindestens unter Radiologen, Neurologen, Neurochirurgen
und Pädiatern eine begeisterte Leserschaft finden und weitere Auflagen erleben
wird, daran zweifle ich nicht
Die Kinderneuroradiologie beschäftigt sich mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems
bei Kindern – Erkrankungen, deren bloßer Verdacht bei den Eltern und
je nach Alter auch bei den betroffenen Kindern große Angst und Verunsicherung
hervorruft. Die Diagnose sollte daher so rasch und präzise wie möglich gestellt werden,
um die quälende Zeit der Unsicherheit zu minimieren.
Allerdings wird die Kinderneuroradiologie von den Ärzten oft als schwierig empfunden,
man weicht ihr bisweilen lieber aus. Begegnungen mit kinderneuroradiologischen
Themen sind jedoch nicht selten, selbst wenn sie nicht das eigene Spezialgebiet
sind. Kinder- und Neuroradiologen, aber auch Allgemeinradiologen, Kinderärzte
und Kinderneurologen werden immer wieder mit derartigen Fragestellungen
und Untersuchungen konfrontiert.
Dieses Buch soll eine Brücke schlagen, um auch demnicht täglich kinderneuroradiologisch
Tätigen den Zugang zu diesem Fach zu erleichtern. Es soll vor allem
ein Lehrbuch sein, also ein primär didaktisch orientierter Text. Das wichtigste Ziel
war für mich daher eine gute Verständlichkeit. Merksätze und Tabellen sollen die
Einprägung des Gelesenen erleichtern. Anhand von Entwicklungskonzepten soll
vor allem das Verständnis für die Entstehung der verschiedenen Krankheitsbilder
gefördert werden. Ich habe dabei besonderen Wert auf häufige Krankheitsbilder
gelegt und auf Krankheiten, die wichtige Konzepte der Kinderneuroradiologie besonders
gut veranschaulichen. Zugleich soll das Buch jedoch auch alsNachschlagewerk
dienen, weshalb ich auch seltene und sehr seltene Krankheitsbilder zumindest
kurz anhand ihrer wichtigsten neuroradiologischen Kriterien erläutert habe.
Der gesamte Text ist bewusst knapp gehalten. Dies bedeutet auf der einen Seite
zwar, dass ich nicht in jedem Aspekt der Kinderneuroradiologie in die Tiefe gehen
konnte. Andererseits aber ermöglicht ein solches vom Volumen her übersichtliches
Lehrbuch eine raschere Orientierung und einen einfacheren Zugang – zwei Vorteile,
diemir gerade im Bereich der oft – zu unrecht – gefürchteten Kinderneuroradiologie
eminent wichtig erschienen.
Ich habe mich bemüht, dieses Lehrbuch nicht allzu technisch auszurichten, um
auch dem Nicht-Radiologen einen einfachen Zugang zu ermöglichen. Aus diesem
Grund habe ich auch die verwendeten magnetresonanztomographischen Aufnahmen
der Einfachheit halber lediglich als beispielsweise T1- oder T2-Wichtung beschrieben,
ohne jeweils auf die einzelnen Akquisitionsparameter einzugehen. Zudem
habe ich im Anhang ein Glossar radiologischer Fachbegriffe angeführt,umdem
nicht primär radiologisch Tätigen ein rasches Nachschlagen zu ermöglichen. Selbstverständlich
kann und soll dieses kurze Glossar kein Lehrbuch derMR-Physik ersetzen.
Insgesamt habe ich versucht, in diesem Buch einen möglichst präzisen und gut
verständlichen Überblick über die Kinderneuroradiologie zu geben. Es liegt mir am
Herzen, einer möglichst breiten Leserschaft einen Zugang zu diesem Fachgebiet zu
ermöglichen, umzu einer optimalenVersorgung und Diagnostik der kleinen Patienten
beizutragen.
Sicher wird manches Detail und mancher Zusatzaspekt der Verständlichkeit zum
Opfer gefallen sein. Und sicher wird es Ergänzungen und Anmerkungen geben, für
die ich jederzeit dankbar bin. Doch wie Voltaire schon gesagt hat – nützliche Bücher
sind die, die zur Ergänzung auffordern.
Birgit Ertl-Wagner
München
Danksagung
An dieser Stelle möchte ich allen Kolleginnen und Kollegen danken, die mich über
die Jahre hinweg in meinemBerufsleben begleitet haben und mit denen das gemeinsame
Lernen und Lehren immer eine Freude war und ist.
Mein ganz besonderer Dank gilt meinemlangjährigen Chef undMentor, Prof. Dr.
Dr. Maximilian Reiser, der mich über all die Jahre hinweg unterstützt und gefördert
hat und mir mit Rat und Tat zur Seite stand und steht. Er hat es mir ermöglicht, auch
mit eigenen Kindern meine berufliche Laufbahn weiter zu verfolgen.
Besonderen Dank schulde ich auch Prof. Dr. Klaus Sartor, Abteilung für Neuroradiologie
der Universität Heidelberg, der mich die Grundlagen der Neuroradiologie
gelehrt hat, und der dieses Buch in seiner Entstehung begleitet hat. Seine kritische
Durchsicht, sein Rat und vor allem seine Ermunterung und sein positiver Zuspruch
haben dieses Buchprojekt auch durch schwierige Phasen seiner Entstehung getragen.
In diesem Zuge möchte ich mich auch bei Prof. Dr. Stefan Hähnel, Abteilung für
Neuroradiologie der Universität Heidelberg, ganz herzlich bedanken, der das Kapitel
8 in großen Teilen verfasst hat und trotz allen Termindrucks wunderbar zeitnah
und effektiv gearbeitet hat.
Mein ganz besonderer Dank gilt auch Prof. Dr. Dr. Hubertus von Voß und den
Kolleginnen und Kollegen vomKinderzentrumdes BezirksOberbayern und demInstitut
für soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Universität München – in dieser
über all die Jahre immer schönen und fruchtbaren Zusammenarbeit wurden viele
entscheidende Grundlagen für dieses Buch gelegt. Auch möchte ich mich bei Prof.
Dr. Hartmuth Brückmann herzlich bedanken, mit dem mich seit langem eine angenehme
und enge Zusammenarbeit verbindet.
Mein Dank geht auch an die Klinik für Neurochirurgie des Klinikums Großhadern
unter der Leitung von Prof. Dr. Tonn – hier ganz besonders an Frau PD Dr.
Aurelia Peraud und Frau PD Dr. Claudia Götz, die beiden Kinderneurochirurginnen
–, an dieKlinik fürNeurologie des Klinikums Großhadern unter der Leitung von
Prof. Dr. Brandt und an die Abteilung für Neuropädiatrie des Dr. von Haunerschen
Kinderspitals unter der Leitung von Prof. Dr. Heinen.
Bedanken möchte ich mich auch bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des
Springer-Verlags, insbesondere bei Frau Dr. Heilmann und Frau Mennecke-Bühler,
die dieses Projekt professionell und liebevoll begleitet haben.
Nicht zuletzt möchte ich mich bei meinem Mann, meinen Töchtern Sophie und
Hannah und bei meinen Eltern bedanken, für ihre Liebe, ihre Geduld und ihr Verständnis.
Ihnen ist dieses Buch in Liebe und Dankbarkeit gewidmet.
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